Über die Preisträger des Deutschen Synchronpreises 2020 entscheidet eine Fachjury, deren Mitglieder allesamt in den vielfältigen Bereichen der Synchronproduktion tätig sind oder sich ihr verbunden fühlen.

 

Jurypräsident: Knut Elstermann

Studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete als Redakteur bei verschiedenen DDR-Medien. Seit der Wende ist er freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für den MDR und den RBB (radioeins). Er schreibt Bücher sowie zahlreiche Features für Fernsehen und Hörfunk, unter anderem über das Kino in Israel und Russland und die DEFA-Geschichte.  Knut Elstermann ist Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste.

 

Filmkritik: Anke Leweke

Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Berlin arbeitete sie als Filmkritikerin für Publikationen wie „Die Zeit“, „Die Tageszeitung“ sowie für den RBB (radioeins) und Deutschlandradio Kultur. Sie realisierte TV-Features über Ang Lee, Edward Yang oder Pedro Almodovar und den abendfüllenden Dokumentarfilm „Das Kino in der Wüste“. 2008 wurde sie zur deutschen „Radiojournalistin des Jahres“ gewählt. 2013 war sie Co-Kuratorin der Ausstellung „Berliner Schule“ im Museum of Modern Art in New York. Leweke war von 2002 – 2019 Mitglied des Auswahlkomitees für das Wettbewerbsprogramm der Internationalen Berliner Filmfestspiele.

 

Redaktion: Wulf Sörgel

Mitgründer und bis 2013 Geschäftsführer bei Neue Visionen Filmverleih. Supervision und Redaktion von Synchronproduktionen seit 2004. Seit 2014 auch Beratung und Überwachung auf allen möglichen Feldern der Filmwirtschaft für Kunden aus Verleih, Produktion und Kino. Seit 1996 Kinobetreiber (Moviemento Berlin, Central Berlin, Kino Toni Berlin und Weltspiegel Cottbus).

 

Übersetzung: Markus Jütte

Studierte Germanistik und Anglistik und kam 1991 durch Zufall zum Synchron. 15 Jahre lang übersetzte er unzählige Serien- und TV-Filme, bis er ca. Mitte der 2000er Jahre im Kinogeschäft ankam. Er übersetzte z.B. „Avatar“, die „Avengers“ Filme, „Bridge of Spies“ und „Three Billboards Outside Ebbing Missouri“. Seit einigen Jahren fertigt er auch Untertitel an und schreibt Dialogbücher.

 

Dialogbuch: Marius Claren

Stand als Zehnjähriger zum ersten Mal als Synchronsprecher vor dem Mikrofon und leiht seitdem zahlreichen Schauspielern seine Stimme (z.B. Tobey Maguire und Jake Gyllenhaal). Nach Abitur, Zivildienst, Gesangsausbildung am Staats- und Domchor Berlin und einem kurzen Studium entschied er sich, hauptberuflich in die Synchronbranche einzusteigen. Seit 1999 führt er Regie und begann bereits 1998 sehr erfolgreich, Dialogbücher zu schreiben (z.B. „The Revenant“, „Birdman“, „Bridget Jones“, „Deadpool“, „Trolls“ und „Modern Family“).

 

Dialogregie: Solveig Duda

Im Alter von 10 Jahren begann sie als Synchronschauspielerin. Nach Abitur und Schauspielschule übernahm sie mehrere Theaterengagements und kleinere Fernsehrollen. Von 1999-2003 gehörte sie zum Hauptcast der deutschen TV Serie „Verbotene Liebe“. Seit der Geburt ihrer Tochter ist sie hauptsächlich als Dialogbuchautorin und erfolgreiche Synchronregisseurin tätig (z.B. „Mit dir an meiner Seite“, „Prince of Persia“, „Melrose Place“ (Neuauflage 2010) und „Hannah Montana“).

 

Schauspiel: Vera Teltz

Nach ihrer Schauspielausbildung arbeitete sie einige Jahre an verschiedenen Stadttheatern. Es folgten Engagements in Film und Fernsehen, unter anderem als festes Ensemblemitglied der „Sketch Show“. Als Synchronsprecherin kennt man sie unter anderem aus „Fluch der Karibik“, „The Mentalist“ oder „Shameless“.

 

Audioschnitt: Nico Hohlfeld

Machte eine Ausbildung zum digitalen Mediengestalter / Printmedien und Technik und lebte vier Jahre in den USA und Mittelamerika. Anschließend arbeitete er im Bereich Printmedien, bis er 2011 vom Sounddesigner Eckhard Blach in die Welt des Filmtons eingeführt wurde. Seit 2014 ist er als freier Sound-Editor hauptsächlich für Synchronproduktionen tätig (z.B. „Roads“, „Jerusalem, „Die Wütenden“, „Moonlight“ und „Leid & Herrlichkeit“.

 

Ton: Sandra Schmitz

Nach ihrem Abschluss als Diplom Tonmeisterin an der TU Berlin und dem Abschluss School of Audio Engineering in London landete sie 1990 durch puren Zufall beim Synchron. Als sie in einer Kreuzberger Kneipe arbeitete, lernte sie einige Angestellte der „Michael Eiler Filmsynchron“ kennen. Eines Abends unterzog die leicht angetrunkene Runde sie einer Bewerbung, und am Montag darauf unterschrieb sie den Arbeitsvertrag als Tonmeisterin. Seitdem hat sie an unzähligen Projekten mitgearbeitet, darunter „Aladin und die Wunderlampe“, „James Bond“, „Forrest Gump“ und „Jumanji“.

 

Aufnahmeleitung: Franziska Striebeck

Geboren und aufgewachsen in München. 1987 wurde sie von Nina Roll bei Projekten wie „Full Metal Jacket“ zur Aufnahmeleiterin ausgebildet. Nach sechs Jahren Festanstellung bei zwei Synchronfirmen ist sie seit 1994 freiberuflich tätig und betreut Voll-, Teil- und Nachsynchronisationen (u.a. „Eine schrecklich nette Familie“, „Der Schuh des Manitu“, „Death of Stalin“, „Fleabag“ und „Das Boot“).